Bei der Hyperhidrose handelt es sich um ein Krankheitsbild, das durch eine übermäßige Schweißsekretion gekennzeichnet ist, die auch ohne körperliche Belastung auftritt. Die Krankheit kann sich entweder lokal oder generalisiert zeigen, wobei im ersteren Fall die überhöhte Schweißproduktion nur eine bestimmte, umgrenzte Körperregion betrifft, während die generalisierte Hyperhidrose sich auf den gesamten Körper bezieht. Das abnorme Schwitzen kann viele Ursachen haben, jedoch kann nicht immer eine konkrete ärztliche Diagnose gestellt werden. In vielen Fällen tritt die Hyperhidrose in Kombination mit einer anderen Krankheit auf, beispielsweise einer Hormonfehlregulation, Tuberkolose, Schilddrüsenüberfunktionen oder einer Tumorerkrankung. Darüber hinaus können jedoch auch psychische Belastungen zu erhöhtem Schwitzen führen, wobei sich dies meist in bestimmten Regionen bemerkbar macht, wie etwa den Handflächen, den Achselhöhlen oder Fußsohlen. In den meisten Fällen empfinden die Betroffenen das pathologische Schwitzen als äußerst unangenehm. Insbesondere wirkt die Geruchsbelästigung, die durch den vermehrten Achselschweiß entsteht, störend, ebenso wie die Tatsache, dass sich der Schweiß deutlich sichtbar auf der Kleidung im Achselbereich zeigt. In manchen Fällen kann es hilfreich sein, das Rauchen einzustellen und auf koffeinhaltige Getränke zu verzichten, da dies das Schwitzen fördert. Oft ist auch ein spezielles Deodorant, das für übermäßige Schweißabsonderung geeignet ist, der richtige Schritt gegen die Hyperhidrose, aber für den Fall, dass diese Maßnahmen sich als unwirksam zeigen, könnte eine Schweißdrüsenabsaugung die Lösung sein. Hierbei handelt es sich um einen operativen Eingriff, bei dem die Schweißdrüsen zunächst mit einer Kochsalzlösung behandelt werden, ehe sie mit einer dünnen Spezialkanüle ober- und unterhalb der Achselhöhle abgesaugt werden, ohne dass Blutgefäße oder Nervenbahnen verletzt werden. Nach der Operation werden die Einschnitte mit speziellen Spannpflastern verschlossen und es ist notwendig, dass der Patient zwei Wochen lang ein Kompressionshemd trägt. Die Vorteile dieser Methode sind, dass die Schweißdrüsen nicht nachwachsen und der Erfolg somit ein Leben lang erhalten bleibt. Die Kosten für diese Behandlung liegen bei etwa 1250 Euro und werden von den gesetzlichen Krankenkassen üblicherweise nur in Ausnahmefällen erstattet. Darüber hinaus eignet sich der Eingriff nur für den Achselhöhlenbereich.