| Die Plastische Chirurgie oder auch Schönheitschirurgie lässt sich in verschiedene Bereiche und Anwendungen unterteilen. Zum einen - davon ist in den Medien viel zu lesen - bedienen sich viele Prominente der Schönheitschirurgie, um ein jugendliches und möglichst perfektes Äußeres zu erzielen. Diese Art von Plastischer Chirurgie ist umstritten, die Meinungen über ihren Sinn gehen auseinander. Letztendlich bleibt es aber jedem Menschen selbst überlassen, ob er mir seinem Äußeren zufrieden ist, welche Schönheitsideale er anstrebt, und mit welchen Maßnahmen er seine Ziele zu erreichen sucht. Viele Menschen sind nach einem operativen Eingriff an ihren - wenn auch vermeintlichen - Problemzonen glücklicher als vorher, und definitiv schaden sie dabei keinem Dritten.
Ein weit weniger umstrittenes Anwendungsfeld der Plastischen Chirurgie, die in diesem Zusammenhang auch gern als Ästhetische Chirurgie bezeichnet wird, ist die Nachsorge bei Unfallopfern oder nach Operationen. Auch wenn Personen von Geburt an oder nach Krankheiten starke Entstellungen aufweisen, kann ihnen mit der Plastischen Chirurgie geholfen werden. So werden zum Beispiel häufig bei Frauen nach der Brustkrebs Diagnose und Operation, die oft eine Amputation der Brust nötig macht, eine oder beide betroffenen Brüste wieder rekonstruiert. Das ist zwar im wesentlichen ein ähnliches Verfahren wie bei einer Brustvergrößerung aus freien Wünschen, auch hier wird mit Implantaten und Kissen gearbeitet, kann aber als wesentlich notwendigere und sinnvollere Maßnahme eingestuft werden.
Unfallopfern mit schlimmen Narben kann von der Ästhetischen Chirurgie sehr stark geholfen werden. Eines der berühmtesten Beispiele ist bestimmt der ehemalige Rennfahrer Niki Lauda. Auch Brustverkleinerungen sind Sache der Plastischen Chirurgie, und werden oft als medizinische Maßnahme durchgeführt, um zum Beispiel Rückenprobleme zu lindern.
Die Plastische Chirurgie ist ein Segen für die Menschheit, denn sie bringt vielen Menschen mit schweren Schicksalsschlägen große Erleichterung und gibt ihnen neue Hoffnung, sich auch äußerlich wieder anzunehmen. Jeder Erwachsene sollte aber in der Lage sein, selbst objektiv einzuschätzen, wie stark sein Schönheitsfehler ist, und ob er nicht vielleicht doch zu seiner Persönlichkeit gehört. |