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| Der Beruf des Arztes oder Heilers gehört zu den ältesten Berufen überhaupt.
Schon im Altertum genossen Priester die als Heiler tätig waren, ein sehr hohes Ansehen.
Das Medizinstudium und die Medizin als Wissenschaft, begründetet der griechische Arzt und Gelehrte Hippokrates bereits in der Antike. Er definierte auch den Beruf des Arztes, der danach für die Vorbeugung, Diagnose, Behandlung und Heilung des Patienten zuständig ist. Noch heute schwören angehende Ärzte den Eid des Hippokrates, in dem sie einen Eid darauf ablegen, die ihnen anvertrauten Patienten von Schmerzen zu befreien und sie zu heilen.
Im Mittelalter begannen die Universitäten medizinische Fakultäten einzurichten und der Beruf des Arztes wurde zu einem anerkannten Lehrberuf.
Die moderne Medizin unterscheidet zwischen der Humanmedizin, der Veterinärmedizin und der Zahnmedizin. So genannte Seelenärzte zum Beispiel Psychiater, nehmen eine besondere Stellung ein.
Heute ist der Weg vom Abitur und dem Numerus Clausus, über das Medizinstudium bis zum approbierten Arzt ein sehr langer und nicht einfacher Weg.
In der Regel dauert in Deutschland ein komplettes Medizinstudium 12 Semester und drei Monate. In dieser Zeit durchläuft der Medizinstudent einen vorklinischen Teil, der über vier Semester geht und mit einer Abschlussprüfung, dem Physikum endet.
Daran schließt sich der klinische Teil an. Zum Abschluss des klinischen Teils, arbeitet der angehende Arzt 48 Wochen lang nur noch praktisch in einem Krankenhaus oder einer Praxis. Nach dem Staatsexamen kann die Zulassung oder Approbation beantragt werden und der Kandidat kann den Beruf des Arztes ausüben.
Um selbstständig als Arzt arbeiten zu können, muss nach dem Studium noch eine Facharztausbildung absolviert werden. Der Mediziner muss sich in diesen drei Jahren der Ausbildung auf ein Fachgebiet der Medizin spezialisieren.
In Deutschland ist es nur einem approbierten Arzt erlaubt zu praktizieren. Ein Doktortitel ist nicht mehr erforderlich.
Wer sich entschließt Arzt zu werden, der muss sich darüber im Klaren sein, das er ein hohes Maß an Verantwortung übernimmt. Ein Arzt muss immer in der Lage sein, innerhalb kürzester Zeit die richtige Entscheidung zu treffen und immer zum Wohle des Patienten zu handeln.
Nicht nur sein fachliches Können macht einen guten Arzt aus, sondern die Fähigkeit mit Menschen, auch in extremen Situationen, umzugehen und ihm zum Beispiel die Angst vor einem Eingriff nehmen zu können.
Das gilt im Besonderen für Kinderärzte, Frauenärzte oder Chirurgen.
Wer sich vielleicht durch einen Umzug bedingt einen neuen Haus- oder Facharzt suchen muss, der kann das durch ein städtisches Ärzteverzeichnis tun. Bei der Arztsuche ist auch die Krankenkasse behilflich, denn sie hat ein Arztverzeichnis, in dem zu sehen ist, welcher Arzt auf welchem Spezialgebiet praktiziert.
In Deutschland besitzen ca. 61.000 Fachärzte und ca. 60.000 Hausärzte eine kassenärztliche Zulassung.
Ungefähr 150.000 Mediziner arbeiten in Kliniken. |
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